Verabschiedungen am Franziskusgymnasium


So wie jedes Jahr – in diesem Jahr jedoch nicht ganz so wie jedes Jahr. Immerhin galt es am Ende des Schuljahres sieben KollegInnen zu verabschieden, die insgesamt auf 186 Jahre am Franziskusgymnasium kommen. Allein diese Zahl ist besonders. Aber auch die Tatsache, dass neben all den engagierten und verdienten KollegInnen auch unser Schulleiter zu verabschieden war. Und daher war das gemeinsame Beisammensein doch nicht ganz so wie jedes Jahr.

Heinz-Michael Klumparendt darf als eine seiner letzten Amtshandlungen den ersten Teil der Verabschiedungen moderieren. Der Himmel zeigt sich zwar bewölkt, aber dennoch lässt es sich an der frischen Luft auf dem Rasenplatz hinter dem Oberstufengebäude gut sitzen. In den kommenden 1,5 Stunden gibt es einiges zu hören über Anekdoten, Herzensangelegenheiten und charakteristische Eigenschaften von Personen. Und es gibt viel zu lachen. Es bleibt nicht aus, dass auch manch einer eine leichte Träne vergießt. So ist das halt, wenn Abschiede von Kolleginnen und Kollegen begangen werden, die ans Herz gewachsen sind.

Mit 41 Jahren ist Ursula Wempe am längsten am Franziskusgymnasium. Als Fachobfrau für Biologie hat sie besondere Verantwortung übernommen. Mit Ursula (zusammen mit Winfried Sandbrink, der ebenfalls unter den zu Verabschiedenden ist) ist die Alkoholprävention in Klasse 8 verbunden. Ihre fordernde und gleichzeitig auch fördernde Art in ihren Unterrichtsstunden – auch in ihrem 2. Fach Chemie – ist stets auch von ehemaligen SchülerInnen als besonderes Lob an die engagierte Kollegin herangetragen worden. Von den FachkollegInnen gibt es einen Koffer mit persönlichen Geschenken und dem Wunsch „Gute Reise!“

Ursula betont in ihren Abschiedsworten, wie gerne sie all die Zeit über am Franziskusgymnasium gewesen sei. Sie sei dankbar, dass immer jemand ihr dann zur Seite gestanden hätte, wenn sie einmal Hilfe gebraucht hätte.

Winfried Sandbrink hat in seiner 13jährigen Zeit bei uns an der Schule die Fächer Biologie und Religion unterrichtet. Alle schätzen seine hohe Fachkompetenz. Winfried hat dafür gesorgt, dass der Biologieraum beim jährlichen Tag der offenen Tür immer auf besondere Art und Weise zu einem Anziehungspunkt für Gäste wurde. Grund dafür sind die fleischfressenden Pflanzen und die Schlangen, die es dort zu sehen gibt. Winfried weiß sie im wahrsten Sinne des Wortes zu nehmen. So auch bei seiner Verabschiedung, als er „seine“ Schlange an Kristina Hagedorn übergibt. Er freue sich nun vor allem auf viele gemeinsamen Unternehmungen mit seiner Frau.

Ingo Matschulat wechselt nach 16 Jahren vom Franziskusgymnasium zur Michaelschule nach Papenburg. Neben dem Sportunterricht, den Ingo erteilt hat, hat er SchülerInnen der Klassen 5 und 6 zum PC-Führerschein geführt. Zum Abschied gibt es Dankesworte für sein Tun auch rund um die Schulstadtmeisterschaften im Schwimmen, für die Ingo sich bei uns an der Schule verantwortlich gezeichnet hat.

Mit Martin Kolbe geht der Koordinator für Berufsorientierung. Er hat in den letzten Jahren viel an Netzwerkarbeit geleistet. Viele Kooperationen unserer Schule mit Wirtschaftsbetrieben und dem Campus Lingen sind ihm zu verdanken. Heinz-Michael Klumparendt betont noch einmal Martins Fähigkeit, Dinge auf den Punkt zu bringen. Ihm sei es immer ein Anliegen gewesen, dass am Ende von Diskussionen auch etwas Substantielles herauskommen würde.

Denkt man an die Naturwissenschaft am Franziskusgymnasium, kommt einem Christof Tondera in den Sinn. 33 Jahre hat er die Fächer Physik und Mathematik unterrichtet. Dabei war ihm immer der Bereich „Jugend forscht“ ein großes Anliegen. Nicht verwunderlich, dass er für dieses besondere Engagement vor Jahren schon ausgezeichnet wurde. Von ihm betreute Preisträger haben es immerhin schon bis zur Ehrung durch die Bundeskanzlerin gebracht. Christof ist es ein persönliches Anliegen, am Ende noch kurz dem Kollegium etwas über seine heimatlichen Wurzeln zu berichten.

Elke Eilderts hat in ihrer Zeit am FG den evangelischen Religionsunterricht übernommen. Von der Fachschaft Religion gibt es den Dank für gelungene ökumenische Zusammenarbeit. Elke betont, dass es immer ihr Bestreben war und weiterhin sein wird, das ihr Mögliche für die Verwirklichung des Reiches Gottes auf Erden zu tun. Im Vertrauen auf Gottes Wegbegleitung freue sie sich auf die Zeit, die nun vor ihr liege.

Die Verabschiedungen dauern ihre Zeit, gut so. Denn es gibt so viel zu sagen. Gut aber auch, dass es dann zunächst eine kurze Pause gibt. Ein kurzes Beine-Vertreten, ein erstes Getränk zwischendurch. Dann kommt der 2. Teil. Die Kolleginnen und Kollegen verabschieden nun ihren Schulleiter Heinz-Michael Klumparendt. Auf dem Rasenplatz hat sich was getan. Strohballen und Bänke sind in Kreisform aufgebaut, in der Mitte lodert das Feuer in einer Feuerschale. Lockere Atmosphäre ist angesagt. Was dabei nicht fehlen darf – Gitarrenspiel und Lieder, die jeder mitsingen kann. Karl-Heinz Ossing spricht Worte, die dem Kollegium aus der Seele sprechen. Michael hätte jedem stets den Rücken freigehalten. „Michael hat sich immer wieder Zeit genommen und uns offene Ohren geschenkt für unsere Anliegen.“

Michael erwidert, dass es ihm immer ein Wunsch gewesen sei, neben Chef auch Kollege zu sein. „Danke! Ich habe es nie bereut, hier am Franziskusgymnasium Schulleiter geworden zu sein.“

Man singt gemeinsam den Reinhard Mey-Klassiker „Über den Wolken“. Er dient als Überleitung zum Geschenk, das die Mitglieder der MAV überreichen: einen Hannover-Wochenendaufenthalt mit Konzertkarten für ein Reinhard Mey-Konzert.

Nach den offiziellen Verabschiedungen lädt die Lagerfeueratmosphäre ein, noch zu bleiben. Die Kolleginnen und Kollegen tun das. Es waren anstrengende Tage am Ende eines anstrengenden Schuljahres. Aber sie waren gut und auch das gilt es, in diesen Stunden in toller Umgebung zu feiern.



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