Synagogenbesuch der 7. Klassen in Münster


Unter der Leitung von Frau Roelfes, Frau Dickopp-Otto und Frau Schillmüller besuchen die 7. Klassen dieses Jahr die Synagoge in Münster. Da das Judentum in einer herausgehobenen Beziehung zum Christentum steht, lohnt sich ein Blick in ein jüdisches Gotteshaus. In Begegnung mit einem Vertreter der jüdischen Gemeinde Münster können die SchülerInnen jüdische Traditionen, Regeln, Schriften und Alltagbräuche aus erster Hand kennenlernen.

Ferdinand Vest aus der 7a berichtet über seine Eindrücke und sein erlangtes Wissen vom 24.03.2022:

Wir kamen bei schönstem Wetter in Münster mit dem Zug an und gingen direkt zur Synagoge. Uns wurde von einem Gemeindemitglied alles gezeigt und erklärt.  

Die Jungen mussten eine Kippa tragen. ,,Bedecke dein Haupt, so dass der Segen Gottes auf dir ruht“, so heißt es im Talmud.  

Die Anzahl der Gemeindemitglieder:innen der Synagoge beträgt ca. 600. Für die Jugendlichen gibt es viele verschiedene Freizeitmöglichkeiten wie z. B. einen Fitnessraum oder eine Schule.  

In einem Gottesdienst müssen mindestens zehn volljährige (13 Jahre alte) Jungen oder Männer sein, sonst darf der Gottesdienst nicht beginnen. Die Frauen und Männer sitzen beim Gottesdienst getrennt voneinander, damit die Männer beim Beten nicht abgelenkt werden. 

Das Christentum stammt vom Judentum ab und somit haben die beiden Religionen viele Gemeinsamkeiten. Sie sind z.B. beide monotheistisch, d.h. sie glauben an einen Gott, und sie haben auch ein ewiges Licht in ihrem Gotteshaus.  

Uns wurde etwas zu der Thorarolle (fünf Bücher Mose des Alten Testaments) gesagt und erklärt, dass eine sogar den 2. Weltkrieg überlebt hat. Insgesamt hat diese Synagoge 8 Thorarollen und die Thora darf beim Gottesdienst nicht mit bloßer Hand angefasst werden. 

Zum Schluss durften wir noch Fotos machen. 

Nach dem Besuch konnten wir uns noch in kleinen Gruppen frei in der Stadt bewegen und sind gegen 14:00 Uhr wieder zurück nach Lingen gefahren. 

Es war ein sehr toller und interessanter Tag und ein Erlebnis, welches man gerne wiederholt. 

Vielen Dank hier nochmal an die Synagoge und an alle Beteiligten, die uns diesen Besuch ermöglicht haben! 

Die Klassen 7c und 7e haben diesen spannenden Tag noch vor sich.



Weitere Beiträge

  • Big Band  und Orchester bei „Schulen musizieren“ in Oldenburg

    Big Band und Orchester bei „Schulen musizieren“ in Oldenburg

    Drei Tage lang wurde Oldenburg zur Bühne für Schulmusik aus ganz Niedersachsen. Unser Orchester und Big Band FRAGYL waren dabei: vom Eröffnungskonzert bis zum Finale. Beatrice Bar berichtet von der Landesbegegnung ,,Schulen musizieren 2026″.

  • Robots meet culture: Zwei Teams beim Wettbewerb in Nordhorn

    Robots meet culture: Zwei Teams beim Wettbewerb in Nordhorn

    Unsere FranziInnovators-Teams waren in Nordhorn erfolgreich: Mit kreativen Robotern zum Thema „Robots meet Culture“ erreichten sie den zweiten und dritten Platz. Zusätzlich gewann ein Team den Team Award. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten!

  • Summernight 2026

    Summernight 2026

    Sommerstimmung trotz Regen: Beim Sommerkonzert des Franziskusgymnasiums begeisterten Chöre, Orchester, Rockband und Big Band das Publikum. Ein Rückblick auf einen musikalischen Sommer-Regen-Abend von Antje Zander.

  • „Kinder mit Stern“: 7e trifft Autorin Martine Letterie

    „Kinder mit Stern“: 7e trifft Autorin Martine Letterie

    Die Klasse 7e traf die niederländische Autorin Martine Letterie in der jüdischen Schule in Lingen. Im Gespräch und bei der Lesung aus „Kinder mit Stern“ ging es um Lebensgeschichten von Kindern im Nationalsozialismus.