Kunst-Kampagne im Oberstufengebäude: menschsein


„Kein Mensch muss müssen.“

Gotthold Ephraim Lessing

Habt Ihr schon die Plakate bemerkt, die im Oberstufengebäude aufgehängt wurden?
Die zwölf Schülerinnen des E-Kurses Kunst haben sie gestaltet.
Es handelt sich um eine 

Kampagne zum Thema mensch sein.

Mensch sein. Was bedeutet das für dich? Was gehört alles dazu?
Mit diesen Fragen haben wir uns als Kunst E-Kurs in den letzten Wochen intensiv auseinandergesetzt.

Unsere Antworten: Sexualität, Gender, das eigene Körperbild, Normalisierung psychischer Erkrankungen, Gleichberechtigung und Anti-Rassismus.

Da man in unserer Region – dem Emsland – selten mit diesen Themen in Berührung kommt, haben wir versucht uns ihnen in Form von Plakaten zu nähern. Damit wollen wir einen fokussierten, öffentlichen Diskurs kreieren und uns gleichzeitig an dem Leitbild unserer Schule orientieren.

Aus diesem Grund entwickelten wir die Kampagne „mensch sein.“.

Zum einem wird hier die Frage angesprochen, was und wie ein Mensch – als Individuum – ist. Zum anderen wird durch die Kleinschreibung des Wortes „Mensch“ auch das menschliche Handeln angesprochen. Was bedeutet es, mensch(-lich) zu sein?

Jeder Mensch ist Mensch so, wie er:sie ist, wie er:sie sich verwirklicht, wie er:sie sich ausdrückt. Jede:r sollte so sein können, wie er:sie möchte ohne diskriminiert zu werden.
Jede:r sollte einfach „mensch sein“.


Auszüge aus den Werkstatt-Tagebüchern der Schülerinnen


„Durch das Plakat soll Menschen Mut gemacht werden, dass sie sich nicht weniger wert fühlen, nur weil sie z. B. ein Handicap haben oder nicht schlank sind. Jeder Mensch ist gut, so wie er ist. Dabei ist es egal, wie wir aussehen oder wie wir unser Leben gestalten. Wir müssen uns so lieben, wie wir geschaffen sind. Wir haben alle etwas Besonderes an uns, was uns einzig und allein auszeichnet. Es ist sehr wichtig, dass wir alle Menschen als eine Gemeinschaft ansehen und jeden als unseren Nächsten sehen.“

„Brüste werden in unserer Gesellschaft nicht nur sexualisiert, sondern ihnen wird ein Ideal auferlegt, welches es, als weiblich gelesener Mensch, zu erfüllen gilt. Wird dieses Ideal nicht erfüllt, so kommt es nicht selten zu Schamgefühlen auf Seiten der Frau, die zu einem ungesunden Selbstbewusstsein und im extremsten Fall zu einer Brustoperation führen können – und das nur, um einer, von der Gesellschaft auferlegten, Norm zu entsprechen. Dies ist nur eines von unzähligen Beispielen, das zeigt, dass Frauen in unserer Gesellschaft noch immer unterdrückt werden und das Patriarchat noch lange nicht überwunden ist.“

„Jeder Mensch ist gleich viel wert, jeder kann stolz darauf sein, so sein zu können, wie es zu seiner Persönlichkeit passt. Er hat das Recht dazu.“ 

„Gerade weil die Zahl der psychisch Erkrankten in Deutschland, mit 27,7%, so hoch ist, möchte ich mit meinem Plakat die Realität eiskalt abbilden und verdeutlichen, dass eben auch psychische Krankheiten, neben den vielen physischen, ein großes Thema sind, welches von uns allen akzeptiert und ernst genommen werden muss.“

Jeder Mensch soll so sein, wie er ist und so leben wie er möchte, also Mensch sein. Außerdem soll man andere so respektieren wie sie sind und andere ohne Vorurteile behandeln, also menschlich sein.“






Weitere Beiträge

  • Franziskustag 2026: Begegnung auf neuen Wegen

    Franziskustag 2026: Begegnung auf neuen Wegen

    Zum 800. Todestag des heiligen Franziskus beging unsere Schulgemeinschaft einen besonderen Franziskustag. Unsere Beteiligung am Kunstprojekt „Ein Stück Holz“ fand dabei mit der Installation „Auf dem Holzweg?“ und einer Baumpflanzaktion seinen Abschluss.

  • Ausgezeichnete Facharbeit über das Aufwachsen im Emsland

    Ausgezeichnete Facharbeit über das Aufwachsen im Emsland

    Großer Erfolg für Luisa Knoop: Mit ihrer Facharbeit über das Aufwachsen im südlichen Emsland damals und heute erreichte sie beim Schülerwettbewerb der Emsländischen Landschaft einen hervorragenden 2. Platz und wurde mit Urkunde und Geldpreis ausgezeichnet.

  • Neue Quartiere für Fledermäuse, Meisen und Eichhörnchen

    Neue Quartiere für Fledermäuse, Meisen und Eichhörnchen

    Rund um das Schulfest am 11. September wurde am Franziskusgymnasium gebaut, geschraubt und gemalt: Während der Projekttage fertigten die Klassen 5c, 5b und 11b Kästen und Futterstationen für Fledermäuse, Meisen und Eichhörnchen an.

  • 104 neue potenzielle StammzellspenderInnen

    104 neue potenzielle StammzellspenderInnen

    Mit wenig Aufwand Hoffnung schenken und vielleicht sogar ein Leben retten: Bei der DKMS-Registrierungsaktion am Franziskusgymnasium zeigten viele Schülerinnen und Schüler Bereitschaft zu helfen.