Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,

„eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem ersten Schritt“. Dieser Sinnspruch formuliert etwas völlig Selbstverständliches, an das Laotse, von dem der Spruch stammen soll, erinnert. Diese Erinnerung ist notwendig, weil wir alle wissen, dass angesichts der vielen hunderttausenden Folgeschritte dieser erste Schritt unbedeutend erscheint. Ich bin diesen ersten Schritt als neuer Schulleiter des Franziskusgymnasiums gegangen. Das Schöne dabei ist, dass mir Menschen des Franziskusgymnasiums entgegengekommen sind, die meisten, um mit mir die nächsten Schritte zu tun. Ich freue mich über die kräftige Unterstützung von Herrn Klumparendt, meinem geschätzten Vorgänger, der mich in mein neues Amt eingewiesen hat. Ebenso möchte ich Herrn Ossing und die Koordinatorinnen und Koordinatoren, die Schulsekretärinnen Frau Oortmann und Frau Ripperda, den Hausmeister Herrn Krone, die Kolleginnen und Kollegen mit Spezialaufgaben (stellvertretend für diese Gruppe möchte ich Herrn Lögering und Herrn van den Berghe erwähnen, die für die EDV zuständig sind) und allen Lehrkräfte danken, die mir je aus ihrer Sicht und Kenntnis das Franziskusgymnasium erklären. Ohne Namensnennung bedanke ich mich auch bei einem Schüler des Jahrgangs 7, der bereits in der zweiten Augustwoche mit mir Kontakt aufgenommen hat. Alle diese Personen sind mir entgegengekommen, ich habe ihre Sympathie gespürt und ihre Begeisterung, das Franziskusgymnasium leben und gestalten zu dürfen. Ich mache mich gerne auf diesen Weg von tausend Meilen!

Man lernt sich nur kennen, wenn man miteinander spricht. Aber ein wenig kann ich von mir erzählen, damit die Schulgemeinschaft einen ersten Eindruck von dem neuen Schulleiter erhält. Aufgewachsen bin ich in Coesfeld-Lette, am Nepomucenum in Coesfeld habe ich mein Abitur absolviert. Nach einem langen Studium der Fächer katholische Theologie, Geschichte und Latein in Münster, Tübingen und Freiburg habe ich am Studienseminar in Kleve mein Referendariat absolviert. Meine erste Stelle als Lehrkraft habe ich an der Cäcilienschule in Wilhelmshaven erhalten, bin dann zum Clemens-August- Gymnasium in Cloppenburg gewechselt. 2005 wurde ich stellvertretender Schulleiter an der Liebfrauenschule in Cloppenburg, 2012 Schulleiter des Missionsgymnasiums in Bad Bentheim-Bardel.

Ich bin verheiratet und habe vier Kinder (19, 18, 12 und 5 Jahre alt). Mein Lebensmotto ist stark von meinem Glauben geprägt, es ist jesuitisch und nicht franziskanisch: „Gott in allen Dingen suchen und finden.“ Man möge mir das am Franziskusgymnasium verzeihen, am Missionsgymnasium in Bardel konnte man gut damit leben, dass ich mich mehr zu Ignatius als zu Franziskus hingezogen fühle. Dass zu den „Dingen“ zuallererst die Mitmenschen gehören, sollte eigentlich nicht eines gesonderten Hinweises bedürfen, aber um Missverständnisse zu vermeiden, erwähne ich es. Schule und Unterricht sind für mich Beziehungsereignisse. Wir lernen in personaler Begegnung, eine gute Beziehung zwischen den Lehrkräften und den Schülerinnen und Schülern ist eine notwendige Bedingung für erfolgreiches Lernen – aber keine hinreichende. Dies zu fördern, sehe ich als meine Kernaufgabe an.

„In allen Dingen suchen und finden“: Ich interessiere mich für viele Dinge. Auf die Schule bezogen, könnte ich kein Fach nennen, das ich uninteressant oder vernachlässigbar fände. Dazu gehören die nicht vordergründig nützlichen Fächer wie auch die stärker nutzorientierten Fächer. Ich habe mich als junger Mensch für das Studium der „unnützen“ Fächer entschieden, obwohl ich mir auch ein Studium eines naturwissenschaftlichen Faches gut hätte vorstellen können. Und meine Hobbys? Zuerst meine Familie, Lesen (Theologisches, Historisches, Romane), Gartenarbeit, Musik hören (überwiegend Klassik, aber auch Pop und Rock), Interesse für alles, was mobil ist.

Hermann Hesse spricht in seinem Gedicht „Stufen“ vom Zauber des Anfangs, der uns am Beginn dieses Schuljahres mehr oder weniger trifft. Für Menschen wie mich ist es ein wirklicher Neustart, ich spüre den Zauber des Anfangs deutlich. Ich wünsche diese Verzauberung allen, die wie ich neu am Franziskusgymnasium starten:

  • Frau Dornieden war bereits Lehrerin am Sie kehrt mit den Fächern Biologie und Erdkunde zu ihrer favorisierten Schule zurück.
  • Frau Dr. Lockhorn, die die Fächer Mathematik und Physik unterrichten wird. Ich habe sie am Missionsgymnasium bereits verabschiedet.
  • Frau Rolfs mit den Fächern Spanisch und Religion und
  • Frau Thünemann mit den Fächern Politik und Deutsch.
  • Frau Stambula wird als Referendarin mit den Fächern Latein und Sport ihren Vorbereitungs- dienst absolvieren. Ich wünsche ihr eine gute und lehrreiche Zeit und am Ende ihrer Ausbildungszeit einen erfolgreichen Abschluss.

Die Schülerinnen und Schüler der neuen Klassen 5 fiebern ihrer neuen Schule entgegen. Ich glaube, dass diese am gespanntesten sind und am stärksten den Zauber eines Neubeginns erleben. Wir werden sie am Freitag, den 26. August ab 8.30 Uhr mit einem Gottesdienst begrüßen.

Und allen, die wir nun gemeinsam in ein neues Schuljahr gehen, wünsche ich, dass der Zauber anhält und, wie Hermann Hesse sagt, dass er „uns hilft, zu leben.“

Dem Zauber des Anfangs tun die wenigen organisatorischen Dinge, die zum Schuljahresbeginn beachtet werden müssen, keinen Abbruch:

Corona:

Zusammen mit diesem Informationsbrief versende ich die Ministerbriefe zum Beginn des neuen Schuljahres. Abweichend vom Konzept des Kultusministeriums bleiben wir am Franziskusgymnasium bei der Regelung, die vor den Sommerferien kommuniziert worden ist:

Alle Schülerinnen und Schüler haben fünf Tests erhalten. An den ersten beiden Schultagen, also am 25. und 26. August, ist die Durchführung eines Corona-Selbsttests zu Hause vor Unterrichtsbeginn verpflichtend, auch für die neuen Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 (am Freitag). Danach sollen, wie es auch der Kultusminister wünscht, bis zum Mittwoch der Folgewoche die Tests freiwillig durchgeführt werden. Ich schließe mich dieser Empfehlung gerne an. Damit endet die intensive Testphase nach den Sommerferien.


Das Kultusministerium teilt auf seiner Homepage mit:

Nach dem Ende der intensiven Testphase setzen die Schulen das bisherige und bewährte Verfahren mit freiwilligen Testangeboten für alle Schülerinnen und Schüler sowie Beschäftigten fort. Dafür stellt das Land weiterhin jeder Schülerin und jedem Schüler bis zu 2 Tests pro Woche zur Verfügung.

Die aktuelle Niedersächsische Absonderungsverordnung sieht vor, dass sich alle Personen, die sich nachweislich mit COVID-19 infiziert haben, fünf Tage in häusliche Isolation begeben müssen. Die Isolationspflicht endet nach 48 Stunden Symptomfreiheit, nicht jedoch vor Ablauf der 5 Tage. Zudem wird die wiederholte (Selbst-) Testung mit Antigen-Schnelltests und die Selbstisolation empfohlen, bis ein Test ein negatives Ergebnis aufweist.

Die Pflicht zur Quarantäne für Kontaktpersonen entfällt. Kontaktpersonen wird an den fünf auf den letzten Kontakt folgenden Tagen die selbstständige Kontaktreduzierung, insbesondere zu Personen, die Risikogruppen für einen schweren Krankheitsverlauf angehören, sowie die tägliche (Selbst-) Testung mit Antigen-Schnelltests empfohlen.

Schülerinnen und Schüler, die sich als Kontaktperson oder aufgrund eines freiwillig durchgeführten positiven Selbsttests selbstständig absondern, verletzen nicht ihre Schulpflicht. Der Lernstoff ist selbstständig zu erarbeiten.

Sachgerechtes Lüften bleibt ein wichtiger Baustein beim Gesundheits- und Infektionsschutz. Eine regelmäßige und hohe Frischluftzufuhr bewirkt, dass potentiell virushaltige Luftpartikel konsequent abtransportiert werden. Dabei gilt die Faustregel 20-5-20 – also so oft wie möglich (mindestens zur Hälfte einer Unterrichtsstunde) für zirka fünf Minuten Stoß- oder Querlüftung. Zudem muss vor Unterrichtsbeginn und in den Pausen gelüftet werden.”


Eine Maskenpflicht gibt es zurzeit nicht, wer eine medizinische oder FFP2-Maske in der Schule tragen möchte, darf dies gerne tun. Ich weise darauf hin, dass im Schulbus (wie im gesamten ÖPNV) nach wie vor eine medizinische oder eine FFP2-Maske getragen werden muss.

Erster Schultag:

Der erste Schultag beginnt für alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 6 wie gewohnt um 8 Uhr mit einem Gottesdienst auf dem Rasenplatz hinter dem Oberstufengebäude. Anschließend finden die Klassenstunden statt (Bekanntgabe des Stundenplans, Bücherausgabe, Organisatorisches der Klassen). Der Unterricht schließt nach der 4. Stunde. Am Freitag startet dann der Unterricht gemäß Plan.

Zu diesem Informationsbrief:

An meiner vorhergehenden Schule habe ich die gesamte Schulgemeinschaft mit den herausgegebenen Informationsbriefen angesprochen. Der Informationsbrief hatte zudem einen “knackigen” Namen, den sich noch mein Vorgänger ausgedacht hatte: “Bardel-Info”. Ich möchte gerne dieses bewährte Format des Schulbriefs in Lingen übernehmen. Diesen Brief habe ich zunächst mit “Franz-News” überschrieben, er trägt die Nummer 1. Ich höre aber gerne weitere Vorschläge, wie dieser Informationsbrief für die Schulgemeinschaft sonst genannt werden könnte.

Nun wünsche ich der gesamten Schulgemeinschaft einen guten Start ins Schuljahr 2022/23 und Gottes Segen für die vor uns liegende Zeit!

Herzliche Grüße

Christoph Grunewald


archive

Archiv aller Elter-Schüler-Briefe des aktuellen Schuljahres

Schulleiter Christoph Grunewald informiert in regelmäßigen Briefen über das aktuelle Geschehen am Franziskusgymnasium, Termine und über Themen, die die Schulgemeinschaft betreffen. Alle veröffentlichten “Franz-News” können hiernachgelesen werden.