FG in der Presse: Abi – was dann? Franziskusgymnasium Lingen zeigt Perspektiven trotz Corona


Von Caroline Theiling-Brauhardt
Lingener Tagespost, 18.02.2021

Lingen. Wie geht es nach dem Abi weiter? Viele Angebote zur Berufsorientierung des Franziskusgymasiums in Lingen fallen wegen Corona aus. Doch die Jahrgänge 12 und 13 erhalten trotzdem Unterstützung.

In Zeiten von Corona konnten und können etliche Projekte mit Kooperationspartnern aus der regionalen Wirtschaft und dem Campus Lingen nicht realisiert werden. „Schade für die Schüler, aber auch für die Unternehmen und die Hochschule“, bedauert  Martin Kolbe, Koordinator für Studien‐ und Berufsorientierung am Franziskusgymnasium Lingen. „Unser umfassendes Konzept der Studien‐ und Berufsorientierung musste und muss den aktuellen Bedingungen angepasst werden.“ 

Foto: Caroline Theiling-Brauhardt

Interaktive Veranstaltung

Neben verschiedenen neuen Formaten entstand die Idee, erstmals in direkter Zusammenarbeit mit der Wachstumsregion Emsachse (mit Fabian Rode, Netzwerk‐ und Projektmanager und ehemaliger Schüler des Franziskusgymnasiums)  zwei größere Video‐Veranstaltungen für die Jahrgänge 12 und 13  anzubieten.

Jung und selbstständig

Die erste Veranstaltung unter dem Titel „Mein eigenes Business“ hat bereits stattgefunden. Drei junge Unternehmensgründer aus der Region (Friederike Albers, Gerd Stevens und Julius Frilling) haben sich und ihr Unternehmen vorgestellt und ihren Entschluss erläutert, warum sie sich selbstständig gemacht haben. 

Freiwillige Teilnahme

„Zwischen 50 und 60 Schüler haben sich von zuhause aus an diesem interaktiven Angebot beteiligt“, zieht Kolbe eine erste positive Bilanz. Denn die Teilnahme geschah auf freiwilliger Basis. Auch Noah Werner und Isabella Moß aus dem 13. Jahrgang waren dabei. „Der Abend war ganz interessant. Und ich finde es gut, dass unsere Schule so etwas anbietet und quasi für uns selektiert, welche Onlineangebote für uns Schüler sinnvoll sind“, sagte Noah. Dem stimmte Isabella zu. „Wir sitzen sowieso schon den ganzen Tag vor dem Bildschirm. Erst im Unterricht, dann, wenn man online nach Ausbildungsmöglichkeiten sucht und letztlich auch noch privat.“ Da helfe so eine Vorauswahl. Außerdem werde das Thema Job für sie jetzt immer präsenter. 

Kolbe und seine Kollegen halten solche Orientierungshilfen für die Schülerschaft für dringend erforderlich und hatten daher nach alternativen Formaten gesucht. Sein dienstlicher E-Mail‐Account werde derzeit überschwemmt von Online‐Angeboten verschiedener Universitäten, Verbände, Unternehmen und vieler weiterer Anbieter. Das Problem dabei: Bevor diese an die Schüler weitergegeben werden, müssten sie auf ihre Substanz geprüft werden. 

Blogger stellen sich vor

Am kommenden Mittwoch steht schon die nächste Veranstaltung unter dem Thema „Mein virtuelles Ich“ auf dem Programm. Dabei geht es um Online‐Performance emsländischer Blogger und Selbstständiger. Mit dabei sind Sven Hüsemann – selbständiger Fotograf und TikToker aus Lingen, Anna-Lena Weßels – nebenberufliche Instagramerin aus Emsbüren und Uli Hegger – Marketingexperte von Hegger & Krüssel Immobilien aus Lingen. Die Moderation übernimmt wieder Fabian Rode.

„Aber auch für die jüngeren Jahrgänge wird im Rahmen der Berufsorientierung gesorgt werden, erläutert Martin Kolbe. „Derzeit arbeiten wir daran, auch für die Jahrgänge acht bis elf interessante Online-Projekte gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern aus der regionalen Wirtschaft und dem Campus zu entwickeln.“



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