Was fressen eigentlich Regenwürmer? – Das Regenwurm-Projekt des NW-Profils Biologie


Die Gruppe des naturwissenschaftlichen Profilfachs Biologie bei Frau Hagedorn hat am 28. Oktober und 04.November 2020 Besuch bekommen, und zwar von der Landschaftsökologin Jasmin Voß, die für den Nabu Emsland-Süd aktiv ist.

In den beiden 90-minütigen Einheiten drehte sich alles um den Regenwurm. Zunächst haben die Schüler sich mit einer Pantomime und einem Spiel dem Thema genähert und sind dann mit Becherlupen auf die Suche nach Lebewesen am und im Boden gegangen. Die SchülerInnen fanden Asseln, Ohrenwürmer, Marienkäfer, Spinnen, Ameisen und nach einigem Graben und Klopfen auch Regenwürmer. Diese wurden dann in Gläser gegeben, in denen Sand und Erde geschichtet wurde. Die Frage war nur: Was essen die Regenwürmer, wenn sie eine Woche lang in dem Glas wohnen? Um diese Frage zu beantworten, sammelten die SchülerInnen trockene Blätter und Moos, legten aber auch Apfel- und Tomatenstücke sowie Salat und Petersilie auf die oberste Erdschicht. 

Nach einer Woche suchten zunächst alle Schüler Blätter unterschiedlicher Zersetzungsstufen. Diese wurden dann anschaulich anhand einer „Blattleiter“ dargestellt. Besonders beeindruckend war ein Ilex-Blatt, das sich in der letzten Stufe befand: dem Skelettfraß.

Dann präsentierte Jasmin uns die Regenwurm-Gläser und tatsächlich konnten wir deutlich sehen, dass die Regenwürmer zahlreiche Röhren gegraben hatten und vor allem Petersilie, aber auch Moos in die Gänge gezogen und auch gefressen hatten. Die Schichten aus Sand und Erde blieben aber weitestgehend erhalten. Deutlich wurde so: Die Röhren belüften den Boden und ermöglichen schnelles Abfließen von Regenwasser. Außerdem erleichtern sie das Wachstum der Wurzeln. 

Abschließend führten die Schüler drei Experimente durch, die die Sinnesleistungen der Regenwürmer aufzeigten: Sie bewegten sich im Experiment klar von hellen Bereichen zu dunklen und mieden Essig und Salzwasser und bewegten sich zum Honig hin. Geräusche hören sie allerdings nicht, sondern bemerken nur Vibrationen.

So konnten alle mit neuen Erfahrungen und Wissen zufrieden den Heimweg antreten. 



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