
Als ein Highlight unserer partizipativen Kunstaktion, initiiert durch den Künstler Volker-Johannes Trieb zusammen mit den (Stiftungs-)Schulen im Bistum Osnabrück, stellte sich die MitmachAktion auf dem Schulfest am letzten Freitag heraus. Begeistert bearbeiteten viele Kinder mit großer Ausdauer ein eigenes Stück Totholz mittels Feilen, Schmirgelpapier oder Gravur-Pen und gestalteten ideenreiche Muster und beeindruckende Oberflächen. Anschließend hängten sie die mit einem Magneten versehenen Hölzer in der Schule oder zuhause auf.
In der Zwischenzeit hatten die Eltern und Besucher Gelegenheit, sich die Fotos aller Klassen und Religionskurse anzusehen. Jedes Foto zeigt das an einem bestimmten Ort platzierte Holz, das an die Botschaft des Heiligen Franziskus erinnern und in seinem Namen ein Zeichen setzen soll: Für mehr Bescheidenheit, für das Bewahren der Schöpfung, der Natur und allen Lebewesen und für das Wertschätzen des Kleinen und Unscheinbaren.
Eine Ausstellung in der Eingangshalle zeigt diese Fotos noch bis zum Franziskustag, an dem die Aktion „Ein Stück Holz“ mit dem Pflanzen eines Baumes ihren Abschluss findet.
Impressionen vom Stand auf dem Schulfest und von den Hölzern, die überall auf dem Schulgelände platziert sind:
Nicht nur beim Schulfest, auch schon in den ersten Schulwochen des neuen Schuljahrs waren einige Klassen aktiv und haben nach dem Projektauftakt beim Schuljahreseröffnungsgottesdienst selbst die Aktion mit Leben gefüllt.
Hier eine kleine Auswahl der Klassen- und Kursaktionen rund um „Ein Stück Holz“:

Wir, die Klasse 9d, hängen unser Stück Holz an das Krankenhaus in Lingen. Damit wollen wir zeigen, dass wir dankbar sind, immer Hilfe zu bekommen. Alle Beteiligten im Krankenhaus wollen, dass man gesund wird und das Krankenhauspersonal tut alles dafür. Dabei denken wir auch an Rettungssanitäter, Feuerwehr, Polizei und Notdienste, die sich für die Menschen einsetzen, wie Franziskus.

Wir, die Klasse 9e, haben uns dazu entschieden, das Holz an seinen ursprünglichen Ort – zurück in den Wald – zu bringen. Damit möchten wir symbolisch darauf aufmerksam machen, dass die Natur geschützt und nicht unnötig zerstört werden sollte.
Der Namensgeber unserer Schule, der heilige Franziskus, hatte eine besondere Beziehung zur Natur und zu allen Lebewesen. Eine bekannte Legende erzählt, dass er sogar mit den Vögeln gesprochen habe. Auch für uns ist der Wald ein Symbol für Gottes Schöpfung und erinnert daran, dass wir eine Verantwortung für die Natur und ihre Bewahrung tragen.

Wir Menschen zerstören jeden Tag ein bisschen Natur. Wenn es so weiter geht, gibt es irgendwann keine Bäume mehr. Darauf wollen wir aufmerksam machen und haben das Totholz an eine Ampel gehängt. Das Totholz bringt Natur an die Straße. Auch für Franziskus war die Natur mehr als Gold wert. Daran erkennt man, dass ein Ast auch Großes bewirken kann.

Wir haben das Totholz an der JVA in Lingen platziert, da es dort an die Botschaft des Franz von Assisi erinnert. Franziskus begegnet den von der Gesellschaft an den Rand Gedrängten mit Respekt und Akzeptanz. Er ignoriert sie und ihre Probleme nicht, sondern hilft ihnen, diese zu überwinden. Das Stück Holz steht daher für Hoffnung, Frieden und eine zweite Chance.

So wie Franziskus aus dem Stück Holz eine Geige macht, nutzt der Junge in der Skulptur das Holz als Flöte, vielleicht auch um gegen die Angst vor den furchteinflößenden Hunden „anzumusizieren“.
Jeden Tag gehen viele Menschen in der Mensa des Christophorus-Werkes essen. Ein alltäglicher Ort, an dem wir auch an die Botschaft des Hl. Franziskus erinnern wollen. Auch daran, dass es nicht für jeden auf dieser Welt selbstverständlich ist, jeden Tag eine warme Mahlzeit zu haben.
Weitere Infos über uns als Unterstützer der Aktion in Osnabrück: https://ein-stück-holz.de oder #ein_stück_holz.






