Bildung, Gesellschaft, Weltpolitik – Christian Fühner diskutiert mit den Politik-Leistungskursen


Am 19. September 2025 besuchte der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Fühner das Franziskusgymnasium Lingen. In der dritten und vierten Stunde diskutierte er mit den Politik-Leistungskursen der Jahrgänge 12 und 13 über Bildungspolitik und weitere spannende aktuelle Themen. 

Zunächst richtete Fühner den Blick auf die Bildungspolitik: Seit 2011 habe es massive Veränderungen gegeben – und mit ihnen eine wachsende Unzufriedenheit. Bildungsmaßnahmen setzten häufig zu spät an; die Anerkennung von Lehramtsabschlüssen sei zu bürokratisch, die Lehrpläne zu starr. Nötig sei daher eine konsequente Stärkung der Lehrerbildung sowie der Ausbau von Kindertagesstätten – denn dort entstünden die Basiskompetenzen, die über den späteren Bildungserfolg entschieden. 

Ein weiterer Schwerpunkt war die Spaltung der Gesellschaft. Fühner verwies auf die Strategien der AfD, die über TikTok gezielt Jugendliche erreiche und dort manipulative Methoden einsetze. Aufgabe der demokratischen Kräfte sei es, diesen Tendenzen entgegenzuwirken – durch eigene Präsenz, durch das Hochladen von Videos, durch die sichtbare Darstellung alternativer Positionen. Gleichzeitig sprach er sich für ein Mindestalter von 14 Jahren bei der Nutzung sozialer Medien aus. 

Auch internationale Themen fanden ihren Platz. Fühner erläuterte die Folgen des Trump’schen Handelskrieges – Belastungen, die bis heute spürbar seien. Einen NATO-Beitritt der Ukraine bezeichnete er als unrealistisch und gefährlich; alles müsse getan werden, damit Deutschland nicht in den Krieg hineingezogen werde. Zum Nahostkonflikt äußerte er Verständnis für die Entscheidung der Bundesregierung, Waffenlieferungen an Israel auszusetzen – ein Schritt, den er mit Deutschlands historischer Verantwortung begründete. 

Darüber hinaus rückte er das Ehrenamt in den Mittelpunkt. Gesellschaftlicher Zusammenhalt entstehe hier – getragen von Menschen, die sich freiwillig engagierten. Fehler dürften dabei nicht mit derselben Strenge geahndet werden wie im hauptamtlichen Bereich; zugleich müsse Bürokratie abgebaut werden, um das Engagement nicht zu erschweren. 

Zum Abschluss sprach Fühner eine persönliche Einladung aus: Schülerinnen und Schüler hätten die Möglichkeit, ein einwöchiges Praktikum während einer Sitzungswoche des Landtags in Hannover zu absolvieren – eine Gelegenheit, Politik unmittelbar zu erleben. 

Die Diskussion zeigte eindrücklich, wie komplex politische Entscheidungen sind – und wie wichtig es bleibt, dass junge Menschen ihre Fragen, ihre Kritik und ihre Perspektiven in den politischen Diskurs einbringen. 

 

 

 



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