Abiturientia 2026 erhält die Zeugnisse


Von einer Flucht von der Schule – so wie man dem selbst gewählten Motto „Fahrerflucht“ entnehmen könnte – kann bei der diesjährigen Abiturfeier unserer Schule nicht die Rede sein. Es fällt den 72 AbiturientInnen des Abiturjahrgangs des Franziskusgymnasiums sichtlich schwer, ihrer Schule „Tschüss“ zu sagen. Das zeigt sich bei der Feier zur Aushändigung der Abiturzeugnisse genauso wie zwei Tage später, als viele AbiturientInnen des Jahrgangs bei einem Frühschoppen nach dem Abiball auf dem Schulgelände noch bis in den späten Abend hinein so recht kein Ende finden können.

Die Abiturfeier beginnt mit einem Gottesdienst. Pastor Wilken spricht von der Freude an einem solchen Tag, die mit einem Gottvertrauen sicherlich lange halten könne. Er ermutigt angesichts des Zeitenwandels in Kirche und Gesellschaft die AbiturientInnen, nicht alles von einer KI machen zu lassen. Denn ein Gottvertrauen schließe immer auch ein Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten mit ein.

Der 2. Teil des Vormittags beginnt mit den Worten des Schulleiters. Christoph Grunewald betont in Bezug auf das Abimotto: „Es kommt jetzt darauf an, wie gut ihr schaltet und wohin ihr lenkt.“ Christian Sahle als Elternvertreter dankt anschließend der Schule für die wertschätzende Wegbegleitung der Kinder. Auf humoristische Weise lässt er die Zeit der Kinder bis hin zum Abitur aus Elternsicht Revue passieren. Anschließend spricht Laura Kurlin für den Abiturjahrgang. Sie betont die Wehmut, mit der Großes jetzt hinter den AbiturientInnen liegen würde. Aber es warte nun auch Neues, Unbekanntes, das es zu betreten gelte. Sie spricht den Jahrgang direkt an: „Ihr wart toll.“ Ausdrücklich erwähnt sie auch Elias Schneider, der eigentlich auch in diesem Jahr mit seinem Jahrgang sein Abitur hätte machen wollen. Eine schwere Krankheit hindert ihn jedoch daran. Ein tolles Zeichen, dass der Jahrgang einen Stuhl bei der Abiturfeier extra für Elias freihält und mit einem Bild von ihm versieht.

Die musikalischen Beiträge zwischen den einzelnen Reden werden allesamt von MusikerInnen des Jahrgangs präsentiert. Sie beeindrucken und bewegen. Manch eine kleine Träne muss bei Eltern und AbiturientInnen abgewischt werden.

Beim anschließenden Sektempfang wird der Anlass gebührend gefeiert. Auch hier passt das Abimotto nicht so recht. Noch lange wird der Moment des Augenblicks genossen. Flucht sieht anders aus.



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