„Listening Comprehension“ – diese Wörter begegnen dem ein oder anderen vielleicht öfter im Englischunterricht. Doch praktische Anwendung findet das Gelernte in der Realität eher selten. Da trifft es sich gut, wenn den Schülerinnen und Schülern zwischendurch etwas mehr geboten wird als minderwertige Audiodateien mit Hintergrundrauschen.
Darum durfte sich der 12. Jahrgang einige Tage vor den Osterferien in der Halle Mirjam versammeln, um sich eine Vorstellung des „Phoenix Theatre“ aus Großbritannien anzusehen. Während zuvor bereits die fünften und achten Klassen auf ihre Kosten gekommen waren, konnten wir uns auf eine Doppelstunde „Frankenstein“ freuen.
Das gesamte Theaterstück wurde auf Englisch und von lediglich zwei Schauspielern präsentiert, die mit überraschend viel Begeisterung und Energie bei der Sache waren. Während beide immer wieder in verschiedene Rollen schlüpften, blieb jedoch auch das Publikum nicht verschont und wurde interaktiv eingebunden.
Dabei verkörperten ein paar Schüler meisterhaft die Assistenten des verrückten Wissenschaftlers, sorgten mit spontanen Tanzeinlagen auf der Bühne für Applaus oder brachten Frankensteins Monster Manieren bei.


Trotz unserer Mitwirkung und der doch eher modernen Adaption des Romanklassikers von Mary Shelley blieb der Kern der Geschichte erhalten:
Ein begabter Wissenschaftler, Victor Frankenstein, wird besessen von dem Wunsch, das Geheimnis des Lebens zu entschlüsseln. Aus Leichenteilen lässt er eine Kreatur entstehen, von der er selbst allerdings so entsetzt ist, dass er es allein zurücklässt. Daraufhin rächt sich das einsame, eigentlich missverstandene Monster durch grausame Morde an Victors Familie.
Neben ihrer langjährigen Erfahrung mit jungen Menschen konnten die Schauspieler Mia Glyn-Jones und Matthew Steven-James dabei auch von ihrer Muttersprachlichkeit profitieren. Dadurch, aber auch aufgrund ihrer humorvollen Darbietungsweise, konnten wir die englische Sprache auf eine ganz neue, kreative und kommunikative Art für uns entdecken.




