Lingen (Ems), 27. Januar 2026 – Anlässlich des heutigen Holocaustgedenktages setzten sich die 10. Klassen des Franziskusgymnasiums intensiv mit der Geschichte der Jüdinnen und Juden in Lingen auseinander. Begleitet vom Forum Juden-Christen Altkreis Lingen besuchten die Schülerinnen und Schüler den Lern- und Gedenkort Jüdische Schule, den jüdischen Friedhof sowie mehrere Stolpersteine im Lingener Stadtgebiet.

Trotz winterlicher Temperaturen machten sich die Jugendlichen auf den Weg, um die Spuren jüdischen Lebens und Leidens vor Ort nachzuvollziehen. Vertreterinnen und Vertreter des Forums Juden-Christen Altkreis Lingen informierten an den einzelnen Stationen über die historischen Ereignisse, die systematische Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sowie über konkrete Schicksale aus Lingen.
Den Abschluss bildete eine gemeinsame Kundgebung am Lern- und Gedenkort Jüdische Schule. In seiner Ansprache betonte der Vorsitzende des Forums Juden-Christen Altkreis Lingen, Simon Göhler, die Verantwortung der jungen Generation für das Erinnern:
„Gedenken heißt mehr als Zurückschauen. Diese Geschichte begann nicht mit Lagern, sondern mit Worten, mit Ausgrenzung und mit dem Wegsehen vieler. Erinnerung ist eine Aufgabe jeder Generation.“
Mit der zentralen Frage „Was geht euch das heute an?“ schlug Göhler bewusst den Bogen von der historischen Verantwortung zur Gegenwart und machte deutlich, dass Demokratie und Menschenwürde keine Selbstverständlichkeiten sind.
Nach einem abschließenden Gebet von Dieter Schulte, Fachobmann für Geschichte am Franziskusgymnasium, entzündeten die Schülerinnen und Schüler symbolisch Kerzen zum Gedenken an die Opfer des Holocaust. Das Forum Juden-Christen Altkreis Lingen bedankt sich bei den Schülerinnen und Schülern sowie den begleitenden Lehrkräften des Franziskusgymnasiums für ihr respektvolles Interesse und ihr engagiertes Mitwirken an diesem besonderen Gedenktag.




