Was passiert, wenn kritische Aktionäre unangenehme Fragen stellen? Und wie schafft man es, als Team ein Unternehmen zu steuern, während man gleichzeitig ein innovatives Produkt marktreif macht? Anfang Februar haben wir – 19 Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs – den Schulalltag gegen eine Woche „Business-Life“ am Campus Lingen getauscht. Gemeinsam mit Frau Blume und Spielleiter Dominik Koeppen sind wir dort tief in die Wirtschaft eingetaucht.

Experten-Input aus erster Hand
Bevor wir in unsere Rollen schlüpften, gab es reichlich Input von Profis aus der Praxis. In verschiedenen Fachvorträgen bekamen wir das nötige Handwerkszeug geliefert. So zeigte uns zum Beispiel Philipp Klinge von der Firma Krone, wie modernes Marketing heute wirklich funktioniert, während Prof. Dr. Michael Währich (Hochschule Osnabrück) uns auf das Thema „Aktiengesellschaft und Aktionär“ vorbereitete. Vertreter:innen der Emsländischen Volksbank eG führten uns noch in das weite Thema des Personalmanagements ein. Außerdem bekamen wir wertvolle Informationen und Tipps auch für unser späteres Leben von Matthias Germer von VOLBERS VEHMEYER & PARTNER PARTG MBB im Bereich der Bilanz- und Erfolgsrechnung, Gewinn und Liquidität. Diese Einblicke waren goldwert, um zu verstehen, wie die Karrierewege direkt hier in Lingen nach dem Abi aussehen könnten.
Arbeitsteilung: Rechner- und Kreativ-Team
Innerhalb unserer neu gegründeten Firmen gab es eine klare Struktur. Da das BO-Cash-Spiel (die Simulation eines bestehenden Unternehmens) und die Produktentwicklung unserer eigenen Wasserflasche zwei getrennte Baustellen waren, haben wir uns im Team aufgeteilt:
Ein Teil der Gruppe saß als „Rechner“ vor den Bilanzen, hat Rohstoffe eingekauft und die Mitarbeitereinsätze geplant. Der andere Teil hat parallel dazu das Marketingkonzept und die Präsentation für unsere innovative Wasserflasche entworfen. Am Ende flossen beide Bereiche aber wieder zusammen, denn spätestens bei der Vorstellung mussten alle genau wissen, wofür unsere Firma steht.
Das Highlight: Die Marketing- und Produktpräsentation an Tag 4
Am Donnerstag wurde es dann richtig offiziell. Die Produktvorstellung war nicht einfach nur ein Referat, sondern als Großpräsentation einer Aktiengesellschaft aufgezogen. Unter der Leitung unserer jeweils gewählten Vorstandsvorsitzenden mussten wir uns den kritischen Fragen der „Aktionäre“ stellen. Das Publikum bestand aus unseren Eltern, Lehrern, ehemaligen MIG-Teilnehmern und den Experten aus der Wirtschaft.
Die Präsentationen waren das Ergebnis harter Arbeit:
• Ein Team überzeugte die Aktionäre haptisch mit einem echten Prototyp.
• Die dritte Gruppe und wir setzten auf emotionales Storytelling und überzeugten das Publikum mit unseren selbst produzierten Werbevideos.
Dass wir uns gegen die teils sehr bohrenden Fragen aus dem Publikum behaupten mussten, war eine extreme Erfahrung. Da hat man erst gemerkt, ob das eigene Konzept wirklich wasserdicht ist.
Mein Fazit
Die Woche am Campus hat uns gezeigt, wie wichtig Teamarbeit und eine klare Rollenverteilung sind. Egal ob man an den Zahlen im BO-Cash-Spiel saß oder am Abend auf der Bühne die Hauptversammlung geleitet hat – am Ende zählte das Gesamtergebnis der Firma. Ein riesiges Dankeschön an alle, die uns diese Woche ermöglicht und uns am Donnerstagabend so ordentlich „mit Fragen durchlöchert“ haben!




