Seminarfachabend am Franziskusgymnasium – per Teams


Seit Jahren ist es Tradition am Franziskusgymnasium, dass kurz vor dem Abitur die angehenden Abiturienten die Ergebnisse ihrer Seminarfächer vorstellen. In den letzten Jahren war das Forum gut gefüllt, nach einer kurzen einleitenden Begrüßung durch den Schulleiter Heinz-Michael Klumparendt konnten sich die interessierten Zuhörer*innen dann Vorträge aus den verschiedensten Bereichen anschauen und mit den Referenten diskutieren.

Doch wegen der Corona-Pandemie konnte die Veranstaltung nicht im Präsenzbetrieb stattfinden. „Aufgrund der Kontaktbeschränkungen war es nicht möglich, den Seminarfachabend im bekannten Präsenzmodus durchzuführen. Deswegen haben wir uns überlegt, eine digitale Variante auszuprobieren.“, so der organisierende Lehrer Franciskus van den Berghe. „Die Schüler*innen fanden die Idee gut, schnell meldeten sich Referenten, die ein Thema vorstellen wollten und wir haben uns einen Termin ausgesucht, eine Reihenfolge der Themen festgelegt und digitale Räume über unsere Software Microsoft Teams erstellt. Darüber konnten die Referenten ihre Themen vorstellen. Interessierte Zuhörer*innen aus der Schulgemeinschaft schalteten sich per Link dazu und den Präsentationen und Worten der Referenten folgen. Anschließende Diskussionen konnten ebenfalls stattfinden.“, so Van den Berghe weiter. „Auf diese Weise konnte unser traditionsreicher Seminarfachabend dennoch stattfinden, wenn auch von zu Hause vom Sofa aus. Besonders schön ist es aber, dass so die Arbeiten der Schüler*innen gewürdigt wurden.“, so der Schulleiter Heinz-Michael Klumparendt.

„Natürlich ist es sehr komisch, den Zuhörenden nicht in die Augen schauen zu können. Trotzdem habe ich mich gefreut, dass ich den jüngeren Schüler*innen mein Facharbeitsthema präsentieren und ihnen einige Tipps für das Schreiben ihrer eignen Arbeit mit auf den Weg geben konnte. Dieser Abend ist interessant und lehrreich für alle Beteiligten und der erste Schritt in Richtung der ersten eigenen wissenschaftlichen Arbeit. Genau aus diesem Grund ist der Seminarfachabend unverzichtbar – auch zu Zeiten einer Pandemie“, äußerte sich Isabella Moß, eine der Referentinnen.

Im Seminarfach stehen fachübergreifende und fächerverbindende Problemstellungen und die Einübung verschiedener Methoden im Vordergrund. Die Seminarfächer sind nicht an die Unterrichtsfächer gekoppelt, sondern in der Regel interdisziplinär. Die Schüler*innen sollen dort auf wissenschaftliches Arbeiten vorbereitet werden. Deshalb ist die Organisation nicht wie im Unterricht, sondern eher wie an einem Seminar an der Universität. Zum Beispiel sind Exkursionen, praktische Übungen, Besuch von Experten, Diskussionsrunden usw. möglich.

Die Schüler*innen schreiben dort auch keine Klausuren, sondern der Kern der schriftlichen Leistungen bildet die Facharbeit. In der Facharbeit werden die Schüler*innen zu wissenschaftlichem Arbeiten angeleitet, d. h., sie suchen sich das Thema in der Regel selber aus und recherchieren eigenständig wissenschaftliche Literatur und erstellen dann eine Gliederung, bevor sie die Arbeit nach wissenschaftlichen Standards verfassen.

So stellte Louis Behrens Exoskelette als Hilfsmittel vor, Isabella Moß informierte über die Fotografin Lee Miller, Tess Kissmann stellt ihre Inszenierungsidee zu einem Lebensmoment aus der Biografie von Florence Nightingale praxisnah vor und Jessica Menger stellte integrative Ansätze und deren Umsetzung in Kitas vor. Luisa Budden folgte mit dem Thema „Schizophrenie“, daran anschließend Rahel Bocklage mit der Frage, ob die „Smartwatch“ digitale Spielerei sei oder einen echten medizinischen Nutzen habe. Den Abschluss der Vorträge bildet das Thema „Unsterblichkeit“ von Helen Tasche.

Insgesamt ein sehr gelungener Abend – bedingt durch die Pandemie in abgewandelter, aber sehr gelungener Form!



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